Die grüne Vision wird Wirklichkeit
Die Verarbeitung des ersten Coils aus SALCOS® Stahl war eine richtig runde Sache. Nicht nur im Ergebnis als HFI-geschweißte Stahlrohre, sondern auch als wichtiger Schritt in Richtung CO2-neutraler Kreislaufwirtschaft.
Das Rohmaterial wurde in Peine im Elektrolichtbogenofen aus 100 % Schrott unter Verwendung erneuerbarer Energie hergestellt. Die CO2-Emissionen lagen lediglich bei 0,33 t pro Tonne erzeugtem Elektrostahl im Vergleich zu 2,13 t bei einer konventionellen Hochofenroute (gemäß ISO 17029 und TÜV SÜD VERIsteel-Standard).
Salzgitter Flachstahl walzte daraus ein 11 mm starkes Warmband, das in Siegen im HFI-Schweißverfahren zu 18 m langen Stahlrohren mit einem Durchmesser von 323,9 mm verarbeitet wurde.
SALCOS® Premiere in Siegen
Den Zuschlag für die ersten CO2-reduzierten Stahlrohre hatte sich der Netzbetreiber Gasunie gesichert. Eric Habing, Senior Purchase & Contract Manager, war eigens nach Siegen angereist, um das CO2-reduzierte Coil aus Salzgitter ›persönlich‹ in Empfang zu nehmen.
Begrüßt wurde er von Verkaufsgebietsleiterin Monika Langenbach und Geschäftsführer Andreas Betzler.
Natürlich ließ er sich bei der Gelegenheit auch den HFI-Herstellungsprozess inklusive der umfangreichen Qualitätsprüfungen und anschließender 3-Lagen-PE-Umhüllung vor Ort erläutern.
Von der Stahlerzeugung über das Coil bis zum fertigen Stahlrohr kommen wir der Vision der CO2-reduzierten Kreislaufwirtschaft einen großen Schritt näher.Eric Habing, Senior Purchase & Contract Manager Gasunie
Eric Habing nahm das erste SALCOS® Coil in Siegen ›persönlich‹ in Empfang.
Gasunie – niederländisch-deutscher Netzbetreiber
Als Betreiber des wichtigsten Erdgasübertragungsnetzes in den Niederlanden und einem Teil Deutschlands spielt Gasunie eine wichtige Rolle bei der Energiewende. In den kommenden Jahren wird das Unternehmen massiv in die Infrastruktur für die Übertragung und Speicherung von Wasserstoff, CO2, Wärme und grünem Gas investieren.
Rahmenverträge zur effizienten und zeitnahen Materialbeschaffung
Zur Realisierung der Vorhaben haben Gasunie Niederlande und Gasunie Deutschland Ende 2025 ein gemeinsames Ausschreibungsverfahren abgeschlossen und Rahmenverträge für die Produktion und Lieferung strategischer Pipeline-Materialien unterzeichnet. Die Verträge wurden auf Basis des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses vergeben, wobei auch gefordert war, Materialien mit einem geringen CO2-Fußabdruck zu liefern. Als einer von sechs Lieferanten konnte sich auch Mannesmann Line Pipe im Rahmen der europaweiten Ausschreibung qualifizieren.
Positiver Ausblick in die Zukunft
»Mit CO2-reduzierten Stahlrohren gehen wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg zum klimaneutralen Wirtschaften, das wir uns bis 2045 zum Ziel gesetzt haben«, so Eric Habing bei seinem Besuch in Siegen. »Von der Stahlerzeugung über das Coil bis zum fertigen Stahlrohr kommen wir der Vision der CO2-reduzierten Kreislaufwirtschaft einen großen Schritt näher.«
Die aus dem SALCOS® Coil hergestellten, CO2-reduzierten Stahlrohre, in denen auch der Transport von grünem Wasserstoff möglich ist, werden dabei in einem der nächsten Projekte schon bald ihren Anteil haben.
Das SALCOS® Produktversprechen
Mit SALCOS® setzt die Salzgitter AG Maßstäbe für qualitativ hochwertige Produkte aus CO2-reduziertem Stahl. Sie entstehen in der Elektrolichtbogenofen-Route der Peiner Träger durch 100%iges Schrottrecycling unter Verwendung von Ökostrom.
SALCOS®
- weist die gewohnt hohen Materialeigenschaften wie konventionelle Stahlsorten auf
- ist physisch CO2-reduziert und transparent zertifiziert
- trägt maßgeblich zur Reduktion von Scope-3-Emissionen bei
- legt den Grundstein für einen Nachhaltigkeitsnachweis gemäß EEG sowie für eine erfolgreiche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Lebenszyklusanalyse (LCA)
››› weitere Informationen unter www.salcos-gruenstahl.com