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Gasnetzausbau auf Mallorca | Energiekosten senken, Arbeitsplätze schaffen, Umweltstandards einhalten | Projekte | Ausgabe 09 • April 2016 | Line Pipe Global

Line Pipe Global

Ausgabe 09 • April 2016

Gasnetzausbau auf Mallorca

Energiekosten senken, Arbeitsplätze schaffen, Umweltstandards einhalten

2008 stellte Spanien die Weichen für den Ausbau des Gasleitungsnetzes auf Mallorca. Erreicht werden sollten damit drei Ziele: 1. die Energiekosten im Tourismus um über 9 Mio. Euro pro Jahr zu senken, 2. dem Stromnetz mehr Stabilität zu geben, um die Ansiedlung neuer Industrieunternehmen zu sichern, und 3. die Umweltschutzvorgaben der EU umzusetzen.

Ermöglicht wurde der Ausbau des Erdgasnetzes auf den Balearen durch den Anschluss Mallorcas und Ibizas über eine rund 320 km lange Erdgaspipeline vom spanischen Festland durch das Mittelmeer. Baubeginn war 2008, und 2010 wurde das Projekt »Gasoducte Península-Illes Balears« fertiggestellt. Bereits mit der Inbetriebnahme der neuen Pipeline konnte ein erstes Teilziel erreicht werden. Das veraltete Kohlekraftwerk Central Térmica de Sant Joan de Déu in Palma wurde stillgelegt.

Netzausbau in mehreren Phasen

Einen weiteren wichtigen Schritt stellt der Ausbau des Gasleitungsnetzes nördlich von Palma de Mallorca zwischen dem Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk Son Reus und dem Gaskraftwerk Es Murterar in Alcúdia im Nordosten dar. Für den Bau der 47 km langen Erdgaspipeline trat der spanische Versorger Redexis Gas im Juni 2014 mit einer Anfrage über eine 10-Zoll-Leitung in der Güte X42N an Salzgitter Mannesmann Line Pipe heran.

»Die zügige und termingerechte Lieferung der 2.340 Tonnen in drei Wanddicken von 7,1 bis 11,1 mm stand von Anfang an im Vordergrund. Die Umsetzung musste unbedingt vor Fristablauf für Fördergelder der EU und Subventionen aus Madrid und Palma de Mallorca beginnen«, berichtet Paulo Santos, der bei Salzgitter Mannesmann Line Pipe für das Projekt zuständig war.

 

Die trassierten Rohre entlang der Ma15 bei Sa Casa Blanca unweit des Flughafens von Palma de Mallorca


Komplizierte Logistikabwicklung

Die rohschwarzen Rohre wurden zunächst an den spanischen Umhüller Sert in Alegría im Norden Spaniens geliefert, um dort innen mit Flowcoat und außen mit HDPE beschichtet zu werden. Der Transport aus Deutschland dorthin stellte sich allerdings als nicht ganz einfach dar und brachte die Mitarbeiter der Logistikabteilung in Siegen nah an den Rand der Verzweiflung. Alberto Simón und Rafael Vidal waren auf Seiten der Salzgitter Mannesmann Line Pipe Vertretung Ecopipe in Barcelona für das Projekt verantwortlich. Alberto Simón: »Verursacht durch Fahr- und Parkverbote an den Wochenenden und an Feiertagen in Frankreich kam es teilweise zu chaotischen Anlieferungen der Rohre beim Weiterverarbeiter Sert«. Rafael Vidal ergänzt: »Trotzdem ist es uns aber gelungen, sämtliche Termine einzuhalten und das Projekt für unseren Kunden erfolgreich abzuschließen«.

Seit März 2015 sind durch die Inbetriebnahme der Pipeline weitere zwölf Gemeinden Mallorcas mit ca. 135.000 Einwohnern an das Gasleitungsnetz angebunden. Außerdem konnten neue Flächen für die Ansiedlung weiterer Industrieunternehmen freigegeben werden. Nach Aussage von Redexis Gas konnten 250 neue direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

Das GuD-Kraftwerk Cas Tresorer in Palma de Mallorca wird mit Erdgas betrieben. Von hier aus wird die neue Leitung bis nach Felanitx verlängert.


Neben einer deutlichen Kostenersparnis für die Verbraucher wird der Ausbau auch zu enormen CO2-Einsparungen führen.
 

Schweißarbeiten an der neuen Erdgaspipeline von Palma de Mallorca nach Felanitx.

 

Direkter Folgeauftrag

Im April 2015 schloss sich ein Folgeprojekt an, bei dem die Gemeinden zwischen Son Malferit und Felanitx im Südosten Mallorcas im Frühjahr 2016 ans Netz kommen sollen. Hier lieferte Salzgitter Mannesmann Line Pipe 60 km 16- und 12-Zoll-Rohre der Güte X60M und X42N mit Wanddicken zwischen 7,1 und 12,7 mm. Die insgesamt 4.180 Tonnen waren in zwei Tranchen vorzuhalten, von denen die erste bis Anfang September und die zweite bis Dezember 2015 erneut bei Sert in Alegría angeliefert wurden.

Zielerreichung in Sicht

Mit der Inbetriebnahme der beiden Pipelines schreitet der Ausbau der Erdgasversorgung auf Mallorca weiter voran. Bis 2018 sollen insgesamt 630.000 Haushalte auf den Balearen an das Erdgasnetz angeschlossen sein. Neben einer deutlichen Kostenersparnis für die Verbraucher wird der Ausbau auch zu enormen CO2-Einsparungen führen.

Da das Stromnetz auf Mallorca unabhängig vom Festland betrieben wird, sorgen die angeschlossenen Kraftwerke darüber hinaus für eine stabilere Stromversorgung. Dies ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, um weitere Industrieunternehmen anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.


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