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Zu Besuch bei Salzgitter Mannesmann International USA | Made in Germany, weiterverarbeitet in den USA | Titelthema | Ausgabe 11 • April 2018 | Line Pipe Global

Line Pipe Global

Ausgabe 11 • April 2018

Zu Besuch bei Salzgitter Mannesmann International USA

Made in Germany, weiterverarbeitet in den USA

Tausende Tonnen HFI-geschweißter Stahlrohre verlassen Deutschland jährlich Richtung Houston. Mannesmann Line Pipe und Salzgitter Mannesmann International USA arbeiten dabei Hand in Hand. Michael Kosfeld erläutert uns die Zusammenarbeit direkt vor Ort.

»Wenn wir die Vorgängerunternehmen in den USA mitrechnen, liefern wir schon seit den 1970er-Jahren Mannesmannrohre in den amerikanischen Markt«, erzählt Michael Kosfeld auf dem Weg in das Verkaufsbüro der Salzgitter Mannesmann International USA (SMIH) am St. James Place 1770 in Houston. Bereits seit 1990 ist er immer wieder vor Ort unterwegs und kennt das Verkaufsbüro der Salzgitter AG seit der ersten Minute. Deshalb fühlt er sich hier auch genauso heimisch wie in seinem Büro in Siegen. Nach dem Eintreffen geht es nach ein paar Details zum Flug und zum Wetter in Deutschland direkt um die anstehende Agenda der nächsten Tage: Neben Terminen in Houston sind weitere Reisen nach Tulsa und Denver geplant.

Durch seine engen Kontakte kennt Michael Kosfeld das Handelsgeschäft in den USA ganz genau. »HFI-geschweißte Stahlrohre werden im amerikanischen Markt hauptsächlich in zwei Bereichen verwendet. Zum einen als Leitungsrohre Öl und Gas im On- und Offshore-Bereich und zum anderen im OCTG-Bereich als Ölfeld- und Casingrohre.«

 

Je nach Auftrag und Kunde werden die Rohre bei weiterverarbeitenden Unternehmen zunächst eingelagert oder direkt verarbeitet. Die Logistik für die Auslieferung übernehmen dann wieder die Mitarbeiter von SMIH.


 

Trennung der Verkaufsbereiche

Diese beiden Verkaufsbereiche sind bei SMIH klar voneinander getrennt. Für den Leitungsrohrbereich ist Kurt Swendson der verantwortliche Verkäufer und für den OCTG-Bereich ist dies Jörg Tilly. Unterstützt werden sie jeweils durch weitere Mitarbeiter in ihren Sales-Teams. »Das Backoffice ist hier im Handelsgeschäft von elementarer Bedeutung«, weiß Michael Kosfeld. »Wenn wir allein unsere Lieferungen aus dem letzten Jahr betrachten, reden wir über tausende Auftragspositionen, die gebucht, bestellt, produziert, geprüft, verzollt, verschifft, entladen und weiterverteilt werden müssen.«

Dabei verfügt die Salzgitter Vertretung selbst über keine eigenen Lagerkapazitäten, sondern fungiert als reines Handelsbüro. Die Kunden sind entweder direkte Endkunden aus der Energiebranche oder zahlreiche weitere Händler in den USA. »Unsere rohschwarzen Rohre werden entweder an Gewindeschneider oder Beschichtungsunternehmen geliefert und teilweise dort ein- oder zwischengelagert.« Werden dann Rohre geordert, werden sie auftragsspezifisch weiterverarbeitet und dann von der SMIH-Abteilung »Traffic« auf die Reise an ihren Bestimmungsort geschickt. Michael Kosfeld: »Der Handel funktioniert hier einerseits arbeitsteilig mit den weiterverarbeitenden Unternehmen, andererseits werden Händler und Endkunden aber von der Bestellung bis zur Lieferung komplett durch die Mitarbeiter von SMIH und Mannesmann Line Pipe betreut.«


Ortstermin bei Weiler Pipe

Wie das genau funktioniert, schauen wir uns bei Weiler Pipe, einem Kunden und Händler aus dem Leitungsrohrgeschäft an. Ortstermin mit Landon Weiler und Brandon Mitchell am westlichen Stadtrand von Houston. »Mit Weiler Pipe verbindet uns eine intensive Partnerschaft«, so Michael Kosfeld. Regelmäßig finden Besuche statt, um die Bedarfe und Bedürfnisse des Händlers rund um das Leitungsrohrgeschäft so genau wie möglich kennenzulernen.

Weiler Pipe bedient zahlreiche namhafte Kunden aus der Öl- und Gasindustrie, aus dem Bereich weiterverarbeitender Stahlbau und andere Rohrhändler. Das Lieferprogramm umfasst Durchmesser von 8 bis 42 Zoll (219,1 mm bis 1.066,8 mm) in unterschiedlichsten Güten. Ebenso wie SMIH greift Weiler Pipe auf verschiedene Beschichtungsdienstleister zurück und lagert die Rohre bis zur konkreten Kundenbestellung dort ein. Nach Kundenvorgabe werden die Rohre ggf. auf Länge geschnitten und rohschwarz, einlagig FBE- oder zweilagig FBE/ARO-beschichtet geliefert. Darüber hinaus übernimmt Weiler Pipe auch die gesamten Logistikdienstleistungen.

 

Zu Besuch bei Weiler Pipe: V. l., stehend: Jess Kindig, Brandon Mitchell. Sitzend: Michael Kosfeld, Brooks Weiler, Kurt Swendson


  Interview mit Brandon Mitchell, Vice President Weiler Pipe

Im Rahmen seines Besuches stellte Michael Kosfeld dem Vice President von Weiler Pipe, Brandon Mitchell, Fragen rund um das Thema Kundenorientierung.

Brandon, seit wann arbeiten Sie mit dem Verkaufsbüro Houston zusammen?
Wir arbeiten seit vier Jahren zusammen und das läuft sehr gut. Die Bestellmengen haben von Jahr zu Jahr zugenommen.

Welche Produkte von Mannesmann Line Pipe laufen am besten?

Die großen 20- und 24-Zoll-Durchmesser in den Güten X-65 und X-70 mit Wanddicken von 0,500 bis 0,625 Zoll, also 12,7 mm bis 15,9 mm. Hauptsächlich gehen diese an Kunden aus dem Energie- und -Versorgungsbereich.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit SMIH und Mannesmann Line Pipe?

Sehr gut. Wir haben die Zusammenarbeit kontinuierlich intensiviert, weil wir festgestellt haben, dass unsere Geschäftsauffassungen gut zusammenpassen. Wir schätzen die Flexibilität und Leistungsstärke – auch oder gerade dann, wenn es um große Mengen geht. Besondere Kundenanforderungen werden nicht als Problem, sondern als Ansporn für Höchstleistungen angesehen. Das gefällt uns, denn so arbeiten wir selbst auch. Natürlich spielen auch die räumliche Nähe hier in Houston und der unkomplizierte Informationsaustausch mit SMIH und Mannesmann Line Pipe eine wichtige Rolle.

Brandon Mitchell, Vice President Weiler Pipe


Was versteht Weiler Pipe selbst unter Kundenorientierung?

Wir sind ein Full-Service-Händler für Leitungsrohre. Die Kundenwünsche stehen bei uns immer im Mittelpunkt. Wir liefern unterschiedlichste Abmessungen, Güten, Längen und Beschichtungen, je nach Kundenwunsch. Besondere Anforderungen? Kein Problem – wir kümmern uns auch um zusätzlich erforderliche Tests oder Zertifikate. Wir erfüllen alle Aufträge mit der gleichen Gewissenhaftigkeit – egal ob Kleinstmenge oder Großauftrag. Wir sorgen zuverlässig dafür, dass unsere Kunden ihre Termine halten können und übernehmen auch gern die Logistik der georderten Ware bis zum Bestimmungsort.

Welche Eindrücke haben Sie von Ihrem letzten Besuch in unseren Werken in Hamm und Siegen mitgenommen?

Ich habe die Rohrwerke letztes Jahr besucht. Ich war sehr von der Leistungsfähigkeit und der Effizienz beeindruckt. Auch das Thema Arbeitssicherheit wird sehr ernst genommen. Wenn man vor Ort sieht, wie gut alles organisiert ist – von der Produktion über die Qualitätskontrolle bis hin zum Lager und der Logistik – gibt einem das als Händler in 8.500 km Entfernung ein gutes Gefühl.


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