Gemeinsamer Blick in die Zukunft
Im Rahmen eines Kundensymposiums wollte der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Polen seinen Kunden und Partnern einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Zukunftsenergien verschaffen. Gemeinsam mit Mannesmann Line Pipe stand der Wissens- und Gedankenaustausch zwischen Partnern, Lieferanten und Kunden im Mittelpunkt mehrerer Vorträge.
Die Idee für das Symposium entstand bei einem Gespräch zwischen Radoslaw Duda und Robert Karolczak vom Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Polen sowie Konrad Thannbichler, Verkaufsleiter bei Mannesmann Line Pipe, auf der Tube 2024. Aus Überlegungen zu den Veränderungen auf den Energiemärkten und dem Transformationsprozess der Salzgitter AG entwickelte sich das Motto ›Rohre für neue Energie‹. Nach intensiver Vorbereitung folgten rund 60 interessierte Kunden und Partner der Einladung nach Pabianice südlich von Lodz.
Drei Vorträge von Mannesmann Line Pipe
Den Auftakt der Vortragsreihe machte Kevin Kroh, Produktmanager bei Mannesmann Line Pipe, mit einer Vorstellung des Lieferprogramms für HFI-geschweißte Stahlrohre im Bereich Offshore-Windenergie. Dabei verwies er auch auf die gemeinsamen erfolgreichen Projekte der Offshore-Windparks Beatrice und Doggerbank. Über den Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Polen wurden seit 2016 rund 4.500 t HFI-geschweißte Stahlrohre in den Abmessungen DN 400, DN 500 und DN 600 für Boatlandings und J-Tubes geliefert. Neben den technischen Vorteilen stellte er vor allem die Wirtschaftlichkeit längs-nahtgeschweißster Rohre gegenüber Nahtlosrohren in den Vordergrund seiner Ausführungen.
Annika Graf, Verkaufsgebietsleiterin Neue Energien bei Mannesmann Line Pipe, widmete sich den Anwendungen HFI-geschweißter Stahlrohre in den Leitungsnetzen der Zukunft. Im Schwerpunkt ging es um die Medien Wasserstoff, Ammoniak und CO2 und die damit einhergehenden Spezifikationen und Anforderungen an die verwendeten Rohre. Ausgehend von den bereits etablierten Mannesmann H2ready® Rohren erläuterte sie zunächst die Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Ammoniak (NH3). Im Anschluss berichtete sie über die Einsatzgebiete der Mannesmann CO2ready® Rohre und die besonderen Herausforderungen beim Transport von Kohlendioxyd.
Abschließend stellte Verkaufsleiter Konrad Thannbichler dem Auditorium das Thema CO2-reduzierter SALCOS® Stahl sowie die CO2-Roadmap von Mannesmann Line Pipe vor. Er zeigte dabei auf, wie sich CO2-reduzierte Produkte positiv auf die Umweltbilanzen in den Lieferketten auswirken und wie Kunden direkt davon profitieren können. Er verwies auch auf die entsprechenden Nachweise und Zertifikate, die Mannesmann Line Pipe selbstverständlich dazu liefern kann.
Die lebhafte Fragerunde hat gezeigt, wie intensiv sich die Teilnehmenden bereits mit den Leitungsnetzen der Zukunft beschäftigen.Annika Graf, Verkaufsgebietsleiterin Neue Energien Mannesmann Line Pipe
HFI-geschweißte Stahlrohre von Mannesmann Line Pipe eignen sich z. B. für den Einsatz in Offshore-Windparks als Boatlandings und für J-Tubes.
Rund 60 Kunden und Partner besuchten das Symposium. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens kam es noch zu einem regen Informationsaustausch der Teilnehmenden untereinander.
›Die Unvermeidlichkeit des Wandels‹
Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag von Tomasz Pelc, NEXUS Consultants. Seit über 30 Jahren analysiert er wirtschaftliche Veränderungen in Polen und Europa und ist seit mehr als einem Jahrzehnt in Offshore- und Wasserstoffprojekten aktiv. Sein Vortrag stand unter der Überschrift ›Die Unvermeidlichkeit des Wandels und seine Auswirkungen auf neue Geschäftsmodelle oder wie Sie Ihren Platz in 'Zero Emission' finden‹. Er berichtete über die Entwicklung von Produktmärkten, angepasster Logistik und Anwendungen unter dem Aspekt der Energiewende. Sehr eindrucksvoll und anschaulich waren seine Daten zu wirtschaftlichen Auswirkungen: Sobald Wasserstoff bezahlbar sei, werde er der polnischen Industrie eine massive Wachstumssteigerung und einen starken Innovationsschub bescheren.
Abschließende Fragerunde
Dass die Themen rund um Rohre für neue Energien auch in Polen auf großes Interesse stoßen, zeigte die anschließende Diskussionsrunde. Hier konnten die Teilnehmer konkrete Fragen stellen und neues Wissen vertiefen. Beim gemeinsamen Abendessen mit Jazzmusik bot sich zudem Gelegenheit für einen weiteren Austausch.
Gelungene Veranstaltung mit ›Fortsetzungspotenzial‹
Abschließend zeigten sich Gastgeber und Referenten mehr als zufrieden: »Die Teilnehmerzahl spricht für sich und spiegelt das große Interesse bei unseren Kunden und Partnern an diesem wichtigen Zukunftsthema wider«, resümierte Radoslaw Duda. Annika Graf ergänzte: »Die lebhafte Fragerunde hat gezeigt, wie intensiv sich die Teilnehmenden bereits mit den Leitungsnetzen der Zukunft beschäftigen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Polen.«
Konrad Thannbichler lud die Veranstalter ein, die Produktionsstätten der HFI-geschweißten Stahlrohre in Hamm und Siegen zu besuchen und sich zu überzeugen, wie dort Rohre mit geringerem CO2-Ausstoß herstellt werden können. »Nach der erfolgreichen gemeinsamen Veranstaltung 2014 und dem heutigen Symposium wird es sicher eine weitere Veranstaltung in ähnlichem Rahmen geben«, schloss er zufrieden.
